Brille mit Kamera

„Brille mit Kamera“ – Jetzt ist der Kloepping ganz duchgeknallt. Er äußert sich doch immer kritisch über Geheimdienste und jetzt empfiehlt er Spionage-Werkzeug, mag mancher denken, der mich kennt.

Jedoch sind Dinge in der Regel nicht von sich aus schlecht (ausgenommen vielleicht Atombomben und Kernreaktoren) – es kommt immer darauf an, wie und wofür man sie anwendet. Meine Empfehlung für die Brille mit Kamera (und andere „Spionage-Werkzeuge“ auf den Unterseiten) hat daher nichts mit Geheimdienst-Spionage und James Bond Träumereien zu tun. Mein Ausgangspunkt war vielmehr die Frage, wie ich es z.B. als Reiseblogger schaffen kann, während einer Motorrad- oder Fahrradfahrt meine Umwelt auf Video zu filmen.

Es gibt da ja durchaus einige interessante Videos solcher Fahrten (oft unter schwierigen Bedingungen z.B. auf asiatischen Straßen, die eigentlich eher die Bezeichnung Feldweg verdienen). Nicht jeder hat die Möglichkeit, ein Kamerateam auf einem Pickup vor oder hinter sich herfahren zu lassen.

Und solch ein sichtbares Kamerateam führt dann ja auch oft zu irrealen Reaktionen mancher Mitmenschen, die Alles versuchen, um auch ins Bild zu kommen.

Hinzukommt, dass man selber sich unwohl fühlt, wenn man sich selber filmt und Alle ringsum das wissen – man wirkt dann sehr schnell unnatürlich. Hier hilft ja die Brille mit Kamera wenig, aber einige der anderen „Spionage-Werkzeuge“ durchaus, z.B. die Drohne. Diese hilft übrigens auch bei Landschaftsaufnahmen, indem sie einen ganz neuen Blickwinkel von oben ermöglicht.

Von der Brille mit Kamera wird aber auch derjenige profitieren, der nur Bilder seiner Familie machen möchte, insbesondere wenn der Aufnehmende sowieso Brillenträger ist oder in der Situation unauffällig eine Sonnenbrille tragen kann. Später kann man der überraschten Familie dann ungezwungene, natürlich erscheinende Schnappschüsse präsentieren.